Glossar

Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI)

Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) gehört zu den Begriffen, die beim Thema Schnarchen vorausgesetzt, aber selten erklärt werden. Diese Seite liefert die Definition und ordnet den Begriff ein.

Definition

Der Apnoe-Hypopnoe-Index (AHI) gibt an, wie viele Atemaussetzer und Phasen flacher Atmung durchschnittlich pro Stunde Schlaf auftreten. Berechnet wird er aus der Gesamtzahl der Apnoen und Hypopnoen, geteilt durch die Schlafdauer in Stunden. Er ist der diagnostische Hauptbefund bei Verdacht auf obstruktive Schlafapnoe.

Einordnung

Die Schwellenwerte legt die DGSM-Leitlinie fest: Eine obstruktive Schlafapnoe liegt vor, wenn der AHI über 15 pro Stunde liegt oder mindestens 5 pro Stunde beträgt und zugleich typische Beschwerden oder relevante Begleiterkrankungen bestehen. Ab einem AHI über 15 gilt sie als mittelgradig, ab über 30 als schwer. Das MSD Manual verwendet eine ähnliche Einteilung mit mild bei 5 bis 15, moderat bei 16 bis 30 und schwerwiegend bei über 30 Episoden pro Stunde. Je mehr Ereignisse auftreten, desto ausgeprägter ist die Erkrankung.

Der AHI allein entscheidet nicht über die Behandlung. Die Leitlinie betont, dass er erst in Zusammenschau mit Beschwerden und Begleiterkrankungen den Schweregrad bestimmt. Nach dem MSD Manual ist bei Menschen ohne Symptome und einem AHI zwischen 5 und 15 eine spezifische Behandlung möglicherweise nicht erforderlich. Zudem kann der AHI getrennt nach Schlafstadien und Körperlage berechnet werden, was etwa eine lageabhängige Schlafapnoe sichtbar macht. Unterschiedliche Regeln zur Wertung von Hypopnoen beeinflussen den Wert, weshalb Ergebnisse verschiedener Messungen nicht immer direkt vergleichbar sind.

Was das für Schnarcher bedeutet

Wer einen Befund mit AHI-Angabe erhält, sollte ihn gemeinsam mit dem Arzt lesen: Wie hoch ist der Gesamtwert, gibt es Unterschiede zwischen Rücken- und Seitenlage, und passen die Beschwerden dazu? Ein Wert unter 5 erfüllt die Kriterien einer Schlafapnoe nicht, schließt andere Ursachen von Tagesmüdigkeit aber nicht aus. Bei erhöhten Werten folgt die ärztliche Therapieentscheidung. Was beobachtete Atemaussetzer bedeuten, beschreibt die Zielseite.

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Verwandte Begriffe

Häufige Fragen

Welcher AHI-Wert ist normal?

Ein AHI unter 5 pro Stunde erfüllt die Kriterien einer obstruktiven Schlafapnoe nicht. Werte ab 5 gelten in Verbindung mit Beschwerden als Schlafapnoe, Werte über 15 nach der DGSM-Leitlinie auch ohne Beschwerden. Die Bewertung erfolgt immer zusammen mit den Symptomen.

Was bedeutet ein AHI von 20?

Nach der DGSM-Leitlinie liegt dann eine mittelgradige obstruktive Schlafapnoe vor, da der Wert über 15 und unter 30 liegt. Das sind im Durchschnitt 20 Atemaussetzer oder Hypopnoen pro Stunde Schlaf. Wie behandelt wird, entscheidet der Arzt mit Blick auf Beschwerden und Begleiterkrankungen.

Reicht der AHI allein für eine Therapieentscheidung?

Nein. Die Leitlinie bestimmt den Schweregrad aus AHI, Beschwerden und Begleiterkrankungen gemeinsam. Laut MSD Manual ist bei Menschen ohne Symptome und einem AHI zwischen 5 und 15 eine spezifische Behandlung möglicherweise nicht nötig.

Warum unterscheiden sich AHI-Werte zwischen zwei Messungen?

Gründe können unterschiedliche Regeln zur Wertung von Hypopnoen sein, verschiedene Messverfahren oder eine andere Verteilung von Rücken- und Seitenlage in der jeweiligen Nacht. Bei deutlichen Abweichungen lohnt eine Rückfrage beim auswertenden Arzt.

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