Glossar

Zentrale Schlafapnoe

Was Zentrale Schlafapnoe bedeutet, lässt sich in einem Satz sagen — die Einordnung dahinter ist entscheidend. Hier steht beides, kurz und nachvollziehbar.

Definition

Die zentrale Schlafapnoe (englisch central sleep apnea, CSA) ist eine Gruppe von Atmungsstörungen, bei denen der Atemantrieb aus dem Gehirn im Schlaf aussetzt oder schwankt, während die Atemwege offen sind. Während eines Ereignisses fehlt die Atemanstrengung vollständig. Sie ist deutlich seltener als die obstruktive Form.

Einordnung

Das MSD Manual unterscheidet zwei Mechanismen. Bei der hypoventilationsbedingten Form ist der Atemantrieb vermindert, etwa durch Schädigungen der Atemzentren, neuromuskuläre Erkrankungen oder Medikamente; Opioide sind eine häufige Ursache. Bei der hyperventilationsbedingten Form führt ein zu starker Atemantrieb zu niedrigem Kohlendioxid im Blut, worauf die Atmung kompensatorisch abfällt oder aussetzt. Ein Beispiel ist die Cheyne-Stokes-Atmung bei Herzinsuffizienz. Zentrale Apnoen treten außerdem in großer Höhe und gelegentlich während einer Überdrucktherapie der obstruktiven Schlafapnoe auf.

Laut MSD Manual betrifft die zentrale Schlafapnoe etwa 0,9 Prozent der Bevölkerung, häufiger ältere Erwachsene, Männer und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz. Die DGSM-Leitlinie beschreibt das Kernmerkmal: Trotz offener oder passiv kollabierter Atemwege besteht kein Atemfluss, und während des gesamten Ereignisses fehlt die Einatemanstrengung. Anders als bei der obstruktiven Form zeigt sich keine paradoxe Atmung. Unterschieden werden hyperkapnische Formen mit erhöhtem Kohlendioxid im Blut, etwa bei neuromuskulären Erkrankungen, und nicht-hyperkapnische Formen.

Was das für Schnarcher bedeutet

Die Diagnose stützt sich nach MSD Manual auf Beschwerden wie Schläfrigkeit oder Aufwachen mit Kurzatmigkeit und auf die Polysomnographie, die Atemfluss und Atemanstrengung getrennt misst. Wer Opioide einnimmt oder eine Herzinsuffizienz hat und nachts Atempausen bemerkt, sollte das mit dem behandelnden Arzt besprechen; Medikamente sollten dabei nicht eigenmächtig abgesetzt werden. Die Behandlung richtet sich nach der Ursache. Wie sich Schnarchen und Apnoe-Formen unterscheiden, beschreibt die Zielseite.

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Was oft gefragt wird

Was unterscheidet die zentrale von der obstruktiven Schlafapnoe?

Bei der obstruktiven Form kollabiert der Rachen, während Brustkorb und Bauch weiter gegen den Verschluss atmen. Bei der zentralen Form bleibt der Atemweg offen, aber das Gehirn sendet vorübergehend keinen Atemimpuls. Die Atemanstrengung fehlt dann ganz.

Wer ist häufiger von zentraler Schlafapnoe betroffen?

Laut MSD Manual tritt sie häufiger bei älteren Erwachsenen, Männern und Menschen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Herzinsuffizienz auf. Auch Opioide und andere Medikamente sind häufige Auslöser. In der Bevölkerung insgesamt liegt die Häufigkeit bei etwa 0,9 Prozent.

Was ist Cheyne-Stokes-Atmung?

Ein periodisches Atemmuster, bei dem kurze Atempausen von zunehmend schnellerer und tieferer Atmung gefolgt werden, die dann wieder flacher wird, bis erneut eine Pause eintritt. Das MSD Manual beschreibt es typischerweise bei Herzinsuffizienz als Form der zentralen Schlafapnoe.

Wie wird eine zentrale Schlafapnoe festgestellt?

Mit einer Polysomnographie, die Atemfluss und Atemanstrengung getrennt aufzeichnet. Nur so lässt sich erkennen, ob bei einem Atemaussetzer die Anstrengung fehlt oder gegen einen Verschluss geatmet wird. Ergänzend fragt der Arzt nach Medikamenten und Herzerkrankungen.

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