Glossar

Septumplastik

Kurze Definition, Einordnung, verwandte Begriffe: Diese Seite ist der Einstieg zu Septumplastik.

Definition

Die Septumplastik ist eine Operation, bei der eine verkrümmte Nasenscheidewand begradigt wird. Der Eingriff erfolgt in der Regel durch die Nasenlöcher ohne äußeren Schnitt. Verbogene Knorpel- und Knochenanteile werden gelöst, teilweise entfernt oder neu ausgerichtet, damit beide Nasengänge frei werden.

Einordnung

Die Nasenscheidewand teilt die Nase in zwei Hälften. Ist sie stark verbogen, verengt sie eine oder beide Seiten und behindert die Nasenatmung. Leichte Abweichungen sind verbreitet und machen oft keine Beschwerden. Ob eine Operation angezeigt ist, ergibt sich aus Beschwerden, Nasenspiegelung und gegebenenfalls einer Rhinomanometrie, die den Luftwiderstand misst. Häufig wird die Septumplastik mit einer Verkleinerung der Nasenmuscheln kombiniert. In einer von der Schnarch-Leitlinie ausgewerteten Studie erhielten 25 Patienten genau diese Kombination aus Septumplastik und Conchotomie.

Für das Schnarchen ist die Leitlinie vorsichtig. Bei primär rhinologischer Indikation, also bei behinderter Nasenatmung, sollte Schnarchern eine Operation angeboten werden. Eine subjektive Besserung des Schnarchens ist möglich. Nasenoperationen mit dem Ziel, Schnarchen bei gleichzeitiger Nasenatmungsbehinderung zu verringern, sollten ebenfalls angeboten werden. Ohne subjektive Atembehinderung trifft die Leitlinie mangels Evidenz keine Aussage. Nasenoperationen verringern laut Leitlinie den störenden Charakter des Schnarchens aus Sicht der Bettpartner, ein objektiver Nachweis steht aus.

In der Praxis

Wer wegen einer schiefen Nasenscheidewand schlecht Luft bekommt, profitiert in erster Linie bei der Nasenatmung. Die Wirkung auf das Schnarchen bleibt unsicher, weil das Geräusch meist am Gaumen entsteht. Vor der Entscheidung lässt sich der Effekt einer freien Nase testen: Die Schnarch-Leitlinie nennt Nasendilatatoren und kurzfristig abschwellende Nasensprays als Möglichkeit, eine Operation zu simulieren. Bessert sich das Schnarchen dabei kaum, ist von der Operation wenig zu erwarten.

Weiterlesen: Nasenscheidewand-OP gegen Schnarchen

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Fragen und Antworten

Hört das Schnarchen nach einer Septumplastik auf?

Nicht zuverlässig. Die Schnarch-Leitlinie beschreibt eine mögliche subjektive Besserung, vor allem aus Sicht der Bettpartner. Ein objektiver Nachweis fehlt. Operationen an Gaumen oder Kiefer erzielten in Vergleichen stärkere Effekte auf das Schnarchen.

Wann ist eine Nasenscheidewand-OP sinnvoll?

Sinnvoll ist sie, wenn die verkrümmte Scheidewand die Nasenatmung spürbar behindert. Das Schnarchen allein ist keine ausreichende Begründung. Die Leitlinie trifft für Schnarcher ohne subjektive Nasenatmungsbehinderung keine Aussage zur Wirksamkeit.

Sieht man nach der Operation etwas von außen?

In der Regel nicht. Die Septumplastik wird durch die Nasenlöcher operiert, die äußere Form der Nase bleibt unverändert. Soll auch die äußere Nase korrigiert werden, handelt es sich um eine erweiterte Operation, die gesondert besprochen wird.

Kann man vorher testen, ob eine freie Nase hilft?

Ja. Die Schnarch-Leitlinie nennt Nasendilatatoren und den kurzfristigen Einsatz abschwellender Nasensprays, um den Effekt einer Operation zu simulieren. Die Sprays sind nur für wenige Tage geeignet, weil längerer Gebrauch die Schleimhaut schädigt.

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