Glossar

Nasenpolypen

Diese Glossarseite erklärt Nasenpolypen so, dass sich Befunde, Ratgeber und Produktbeschreibungen damit sicher lesen lassen.

Definition

Nasenpolypen sind gutartige, weiche Wucherungen der Schleimhaut in Nase und Nasennebenhöhlen. Sie entstehen auf dem Boden einer chronischen Entzündung, häufiger bei Menschen mit Allergien oder Asthma, und betreffen vor allem Erwachsene. Größere Polypen verlegen die Nasengänge, behindern die Nasenatmung und können den Geruchssinn beeinträchtigen.

Kurz eingeordnet

Im Alltag sorgt der Begriff für Verwechslungen. Laut gesundheitsinformation.de des IQWiG wird bei Kindern die vergrößerte Rachenmandel im Volksmund oft irrtümlich als Polypen bezeichnet. Echte Nasenpolypen sind dagegen Wucherungen der Nasenschleimhaut, die meist nur Erwachsene haben. Das MSD Manual beschreibt sie als tränenförmige Gebilde, die sich häufig an den Zugängen zu den Nasennebenhöhlen bilden. Bei einer Unverträglichkeit von Aspirin und verwandten Schmerzmitteln treten sie mitunter gemeinsam mit Asthma und chronischer Nebenhöhlenentzündung auf.

Erkannt werden Nasenpolypen meist an ihrem typischen Aussehen bei der Untersuchung mit Spiegel oder Endoskop. Um anderes auszuschließen, kann eine Gewebeprobe entnommen werden. Kortisonhaltige Nasensprays oder Tabletten können Polypen verkleinern oder beseitigen. In bestimmten Fällen kommen Biologika zum Einsatz, manchmal ist eine Operation nötig. Versperren Polypen die Zugänge der Nebenhöhlen, begünstigen sie Entzündungen dort. Die behinderte Nasenatmung führt zu Mundatmung im Schlaf, einem bekannten Begleitfaktor des Schnarchens. Die Schnarch-Leitlinie wertet eine behinderte Nasenatmung als Co-Faktor.

Was das für Schnarcher bedeutet

Schnarcht ein Erwachsener und hat zugleich eine dauerhaft verstopfte Nase, eingeschränkten Geruchssinn oder Asthma, kommen Nasenpolypen als Ursache infrage. Die Abklärung erfolgt in der HNO-Praxis. Bei schnarchenden Kindern sind echte Nasenpolypen die Ausnahme. Gemeint ist meist die vergrößerte Rachenmandel, deren Beurteilung in die kinderärztliche oder HNO-Praxis gehört. Atemaussetzer im Schlaf werden bei Kindern wie Erwachsenen ärztlich abgeklärt. Ein Kortison-Nasenspray ersetzt diese Abklärung nicht.

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Häufige Fragen

Haben Kinder Nasenpolypen?

Selten. Laut IQWiG haben echte Nasenpolypen meist nur Erwachsene. Wenn bei Kindern von Polypen die Rede ist, ist meist die vergrößerte Rachenmandel gemeint. Diese behindert die Nasenatmung und führt häufig zu Schnarchen und Mundatmung.

Können Nasenpolypen Schnarchen verursachen?

Sie verengen die Nase und zwingen im Schlaf zur Mundatmung. Die Schnarch-Leitlinie wertet eine behinderte Nasenatmung als Co-Faktor des Schnarchens. Ob die Polypen der Hauptgrund sind, klärt die HNO-Untersuchung zusammen mit der Frage nach anderen Engstellen.

Wie werden Nasenpolypen behandelt?

Erste Wahl sind kortisonhaltige Nasensprays, bei Bedarf auch Tabletten, die Polypen verkleinern oder beseitigen können. In bestimmten Fällen kommen Biologika hinzu. Reicht das nicht, werden die Polypen operativ entfernt. Die Behandlung plant die HNO-Praxis.

Woran erkennt man Nasenpolypen?

Typisch sind eine dauerhaft verstopfte Nase, oft auf beiden Seiten, ein nachlassender Geruchssinn und Sekretfluss. Sicher erkennt sie die HNO-Praxis bei der Untersuchung mit Spiegel oder Endoskop. Bei unklarem Befund wird eine Gewebeprobe entnommen.

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